Historie und Mythen von Spielautomaten

Als Ursprung heutiger Slots wird das Jahr 1891 gesehen, wo das New Yorker Unternehmen Pitt und Sittman erstmals eine Maschine mit fünf Walzen produzierte, die unterschiedliche Pokerhände anzeigen konnte. Das Drehen und Stoppen der Walzen war die einzige Funktion, die dieser Prototyp bieten konnte, eine Ein- und Auszahlung von Münzen war noch nicht möglich. Etablieren konnte sich diese Maschine vor allem in Bars der Ostküste, wo die Spieler selbst ihre Einsätze und Gewinnauszahlungen festlegen mussten.

Die erste richtige Slots-Maschine entstand wenige Jahrzehnte später durch Charles Fey. Nach ihrer Fertigstellung wurde sie über Jahre hinweg nicht wirklich als Alternative für Glücksspieler beachtet, was sich ändern sollte, als sie im berühmten Flamingo Hilton Hotel in Las Vegas vorgestellt wurde. Der Prototyp existiert noch heute und kann im Liberty Bell Saloon in der US-amerikanischen Spielerstadt Reno entdeckt werden. Die Maschine wog aufgrund ihrer Anfertigung aus massivem Eisen mehrere 100 Kilo und besaß noch nicht die berühmten Fruchtsymbole, sondern Hufeisen und ähnliche Glückssymbole als Gewinnzeichen.

Über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinweg entwickelte Fey weitere Slots, unter anderem den berühmten Automaten Operator Bell, der erstmals Fruchtsymbole aufwies. Auch das heute noch etablierte Design und der Aufbau der Slots gehen auf diese Zeit und Charles Fey zurück, der sich an Nahrungs- und Getränkeautomaten der damaligen Zeit orientierte. Zur ersten Massenproduktion kam es durch die Bell-Fruit Company als etabliertem Kaugummihersteller, wobei bis heute ungeklärt ist, ob diese für eigene Slots einen Automaten von Charles Fey stahlen und seine Technik kopierten.

Der Weg hin zu elektronischen Slots

Im Jahr 1941 wurde mit der Bally Club Bell Console der erste Spielautomat vorgestellt, der einen Münzeinwurf ermöglichte und die Einsätze wieder mit einem bestimmten Multiplikator verrechnet auszahlte. Bereits Anfang der 1960er Jahre kamen die ersten elektronisch gesteuerten Slots auf den Markt und lösten die bis dato mechanischen, einarmigen Banditen ab. Zu dieser Zeit wurde Las Vegas mit einer Vielzahl an Hotels und Restaurants zum Spielerparadies, für das die Großstadt in der Wüste noch heute bekannt ist.

Über die 1970er und 1980er Jahre hinweg gab es große Fortschritte im Spielprinzip und der Verteilung von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Gewinne und Ereignisse. Grund hierfür war die Geburtsstunde der Computertechnik, durch deren Hilfe echte Zufallszahlengeneratoren entstehen konnten. Im Gameplay löste der einfache Knopfdruck eines elektronischen Slots den bislang bekannten Hebel des einarmigen Banditen ab.

Die Entwicklung der Onlineslots

Durch den Fortschritt der Computertechnik und die Ausbreitung des Internets ab Mitte der 1990er Jahre wurden Slots schnell wie viele weitere Spiele im World Wide Web populär. Die Geschichte von renommierten Softwareentwicklern wie RealTime Gaming oder Playtech reichen bis zur Jahrtausendwende zurück, wo aus der einfachen Umsetzung bestimmter Slots größerer Casinoplattformen mit vielen weiteren Spielen wurden.

Nach der Jahrtausendwende waren es auch etablierte Entwickler echter Spielautomaten, die das Internet als zusätzliche Säule ihrer Geschäftstätigkeit erkannten. Die deutsche Marke Merkur und das österreichische Unternehmen Novoline sind beispielsweise seit gut einem Jahrzehnt für die Entwicklung von Onlineslots und die Kooperation mit einzelnen Casinoplattformen bekannt. Viele der Slots im Internet greifen Spiele und Themenwelten auf, die bereits aus den Casinos und Spielhallen vor Ort bekannt sind, hierneben entstehen brandneue Varianten, beispielsweise mit 3D-Animationen oder aufregenden Bonusspielen.

Mythen über Spielautomaten Informationen

Mythos 1: Ein Onlineslot kann "geknackt" werden

Manche Glücksspieler glauben, mit der richtigen Strategie oder einer ausreichenden Analyse von Durchgängen das Prinzip hinter einem bestimmten Onlineslot verstanden zu haben und auf dieser Basis garantiert Gewinne einzufahren. Dieser wohl größte Mythos rund um Onlineslots ist leider nicht wahr, stattdessen basiert jeder Spielautomat auf dem Glücksprinzip. In jeder Casinosoftware kommt ein Random Number Generator (RNG) zum Einsatz, der absolute Zufallszahlen liefert und keine Vorhersage für irgendein Casinospiel ermöglicht.

Selbst nach vielen Jahren der Analyse würdest du keine festen Abfolgen in einem Onlineslot erkennen können. Traue deshalb keinen Anbietern im Internet, die behaupten, bestimmte Slots geknackt zu haben und ihre Weisheit für viel Geld verkaufen möchten!

Mythos 2: Spielen nach Auszahlung eines Jackpots lohnt nicht

Auch dieser Mythos ist unwahr, solange es sich um einen Slot mit einer festen Auszahlungshöhe des Jackpots handelt. Auch wenn die Auszahlung ein extrem seltenes Ereignis ist, kann nicht vorhergesehen werden, nach wie vielen Tausenden oder Millionen Spins erneut der Jackpot zur Auszahlung kommt. Sollte das Casino damit werben, dass gerade erst der Jackpot eines bestimmten Onlineslots gewonnen wurde, kann dies bereits wenige Sekunden oder Minuten später wieder der Fall sein. Bei progressiven Jackpots sieht dies anders aus, da hier die Höhe des Jackpots erst langsam wieder anwachsen muss. Tatsächlich lohnt es sich bei progressiven Varianten erst, ab einer gewissen Jackpothöhe wieder das Glück am Automaten zu versuchen.

Mythos 3: Bei geduldigem Spiel kommt es garantiert zu gewinnen

Mit Sicherheit steigt die Wahrscheinlichkeit auf höhere Gewinne, wenn du mehrere Stunden pro Tag anstelle weniger Minuten spielst. Dies liegt schlicht an der Häufigkeit deiner Spins, bei denen Vielspieler häufiger Gewinne einfahren als Gelegenheitsspieler. Dennoch hast du bei einem echten Glücksspiel wie Onlineslots nie die Garantie auf eine hohe Gewinnauszahlung, egal wie lange du spielst. Auch hier gilt: Jedes Spielereignis tritt absolut zufällig ein und kann von niemandem vorgesehen werden. Manche Glückspilze werden mehrere Male innerhalb einer einstündigen Session hohe Gewinne ausgezahlt bekommen, während andere stundenlang spielen und niemals über kleinere Centbeträge hinauskommen.

Mythos 4: Der Einsatz beeinflusst die Gewinnchancen

Nicht die Gewinnchancen, sondern die Gewinnhöhen werden durch den Einsatz beeinflusst. Da alle Slots mit Multiplikatoren arbeiten, erhältst du eine doppelt so hohe Gewinnauszahlung, wenn du zwei Euro anstelle eines Euro einsetzt. Die Wahrscheinlichkeit, ob und in welcher Höhe ein Gewinn an dich ausgezahlt wird, hängt jedoch in keinster Weise von deiner Einzahlungshöhe ab. Auch hierbei handelt es sich wieder um ein echtes Zufallsprodukt.

Mythos 5: In vollen Casinos kommt es häufiger zu Auszahlungen

Beim Besuch der Startseite eines Onlinecasinos lässt sich schnell erkennen, wie viele Spieler gerade angemeldet sind. Viele Spieler glauben, mit einer steigenden Zahl an Spielern wachsen die Chancen auf Gewinne an Onlineslots. Schließlich werden diese bei vielen anderen Glücksspielern umso häufiger gespielt und die Chancen auf große Gewinne werden mit einer Vielzahl an Durchgängen angekurbelt. Doch auch dies ist nur ein Mythos, der nicht mit der Eigenschaft der Slots als echte Glücksspiele zusammenpasst. Selbst wenn du der einzige Spieler in einem Casino wärst und dauerhaft nur einen bestimmten Slot spielst, könntest du an diesem mehrmals in einer Minute große Gewinne einfahren oder über viele Stunden hinweg ausschließlich nur verlieren.

Der Mythos von „lockeren“ und „festen“ Spielautomaten

Wer schon einmal vor Ort oder im Internet verschiedene Slots angetestet hat, wird den folgenden Eindruck kennen: Manche Slots scheinen immer wieder tolle Gewinnbeträge auszuzahlen, während bei anderen kaum etwas gewonnen werden kann. Im Kreise internationaler Glücksspieler wird gerne von "loose" und "tight" gesprochen, um den individuellen Eindruck einzelner Slots zusammenzufassen.

Mit "loose", also locker, sind Slots mit regelmäßigen und hohen Gewinnauszahlungen gemeint. Ist ein Spielautomat "tight", also eng, lässt sich nur selten ein Gewinn bei ihm gewinnen.

Tatsächlich ist der Eindruck von diesen Unterschieden bei Slots im Regelfall subjektiv. Auch wenn es kleine Unterschiede in den Ausschüttungsquoten gibt, sind diese zu jeder Zeit für alle Spieler überschaubar und bringen keine Überraschungen bei der Gewinnauszahlung mit sich. Umso wichtiger ist es, sich vor dem Spielen mit den Ausschüttungen einzelner Slots auseinanderzusetzen, um so an den besten Slots zu spielen.

Die Ausschüttungsquote von Slots im Fokus

Wie hoch die Gewinne ausfallen, die bei einem bestimmten Slot gewonnen werden können, gibt die Ausschüttungsquote an. Hiermit ist eine Prozentzahl gemeint, die eine Relation zwischen allen Einsätzen von Spielern des Slots und den Gewinnhöhen des Slots ausdrückt. Bei Onlinecasinos haben sich auf allen seriösen Plattformen Ausschüttungsquoten zwischen 95 und 97 Prozent durchgesetzt. Ein Automat mit 97 Prozent Quote zahlt von 100 Euro also wieder 97 Euro in kleinen und großen Gewinnen aus, während dem Casinobetreiber die verbleibenden drei Euro als Gewinn zugehen. Automaten in den Casinos vor Ort haben eine geringere Ausschüttungsquote, diese liegt jedoch häufig noch bei 90 Prozent.

Der Mythos von "loosen" und "tighten" Slots wird schnell aufgelöst, wenn ein Blick auf die Ausschüttungsquoten der Automaten eines Casino geworfen wird. Diese werden offen angegeben und sind z. B. in den Paytables oder Nutzungsbedingungen der Onlinecasinos zu finden. Tatsächlich gibt es zwischen den Slots Unterschiede, diese liegen häufig nur im Bereich eines Prozentpunktes. Deutliche Differenzen lassen sich beim Spielen also nicht feststellen. In Casinos vor Ort ist es bei Betreibern dennoch beliebt, die kleinen Unterschiede zu berücksichtigen und Slots mit abweichenden Ausschüttungsquoten nebeneinanderzustellen.

Der RNG und das Zufallsprinzip

Dass die Ausschüttung auch tatsächlich nach der angegebenen Quote stattfindet, wird durch den Random Number Generator (RNG) sichergestellt. Dieser sorgt für absolute Zufallszahlen und somit nicht vorhersagbaren Ausgänge eines jeden Spins. Die Software kontrolliert sämtliche Durchgänge, so dass nach Abertausenden Spins garantiert eine Auszahlung gemäß der angegebenen Ausschüttungsquote gegeben ist. Der RNG sorgt außerdem dafür, dass keine Strategie für Slots ausgearbeitet werden kann, da sämtliche Ereignisse alleine dem Zufall folgen und auch nach Millionen von Durchgängen keine bestimmten Muster und Schemata zu erkennen sind.

Den Mythos auflösen

Wie kommt es dennoch, dass viele Glücksspieler an "loose" und "tighte" Slots glauben? Die Lösung liegt vorrangig im Gesetz der großen Zahlen aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dieses besagt, dass nach Millionen und Milliarden von Durchgängen die Auszahlung gemäß der angegebenen Ausschüttungsquote von RNG zugesichert wird. Dies schließt allerdings nicht aus, dass es auf kleinen Strecken von Spins einige Durchgänge hintereinander gibt, die zu keinerlei Auszahlungen bzw. mehrfach hintereinander zu großen Gewinnen führt. Theoretisch könnte bei 100 aufeinanderfolgenden Spins keine Auszahlung erfolgen, genauso kann ein großer Jackpot eines Slots in zwei Spins hintereinander gewonnen werden.

jetzt spielen
Kommen sie herein
SCHLIESEN